Cane hat im November 2008 ein neues Zuhause gefunden.

Geschlecht: männlich kastriert: nein
Aufenthaltsort:
Stand:19.08.2009

Meine Name ist Cane und das ist meine Geschichte

Ich wurde in der schönen Tschechei geboren und fand dann meine Familie im fernen Deutschland. Leider trennte sich meine Familie und ich konnte nicht mehr dort bleiben. Mit meinen acht Monaten war das nur schwer zu verkraften. Man hat mich im November 2008 von der Rhodesian-Ridgeback-Hilfe in eine Pflegefamilie gegeben, damit in aller Ruhe ein neues Zuhause gefunden werden konnte. Ich war anfangs sehr verschreckt, weil alles so neu war, und fremd, und ich den Verlust noch zu verarbeiten hatte. Dinge wie im Wind flatternde Folien und Grenzsteine mit weißen Köpfen flößten mir ungeheure Furcht ein. Mein Pflegefrauchen musste sehr geduldig mit mir sein und war es auch, dankbarer Weise. Sie nahm mir die Angst und schon deshalb konnte ich bald mich und meinen enormen Spieltrieb in meiner neuen Umgebung entfalten. Auch fühlte ich mich von meinem Herrchen herzlich willkommen und fand in der 3-jährigen Ridgeback-Hündin Akira eine besonnene Spielkameradin.
Ich lernte sehr viel, fühlte mich richtig heimisch und mehr und mehr reifte in mir der Wunsch, für immer in dieser Familie bleiben zu dürfen, weil sich auch das hier nach Himmel anfühlte. Nach Heimat. Keine zwei Wochen später habe ich mich dann fragen getraut, ob sie mir denn meinen Wunsch erfüllen wollen. Und wieder war da diese Angst, dass man mir einen Himmel entreißt. Doch Akira hatte nichts dagegen, worüber ich sehr froh war, und auch Heidi und Peter nicht, meine Hundeeltern. Darüber war ich noch froher.
Eine Familie. Endlich wieder eine Familie. Und ich bin begierig danach, zu lernen und mich weiter zu entwickeln, auch, damit sie ihren Entschluss keinen einzigen Tag bereuen werden. Akira wird mir dabei helfen und mich alles lehren, was sie weiß, das hat sie versprochen. Eine tolle Weggefährtin!
Nicht nur, dass mir mein Frauchen meine Angst genommen hat, sie hat auch dafür gesorgt, dass ich ein altes Leiden losbekomme. Nach längeren Liegepausen hinkte ich nämlich durch die Gegend und sie hat eine befreundete Tierheilpraktikerin um Hilfe gerufen. Ich war ihm Nu geheilt!
Ich fühle mich bei Heidi und Peter und neben Akira nun wieder wie im Hundehimmel und bin sehr motiviert, im Training alles richtig zu machen, mit Kaspereien meine Familie zum Lachen zu bringen, und unterstütze Akira lautstark beim Beschützen unseres Grundstückes. Mir ist aufgefallen, dass Heidi sehr angetan ist, von meiner dunklen Tonlage, wenn ich belle, und sie sich fragt, wie ich so etwas zustande bekomme. Tja, auch Hunde haben Geheimnisse.
Die beiden Katzen mögen mich noch nicht so, das spüre ich. Ich mache ihnen Angst, weil ich so stürmisch sein kann und sie das nicht einschätzen können. Da aber Angst kein besonders schönes Gefühl ist, werde ich mich auch da bemühen, mich zu entwickeln. Ich bin mir sicher, dass die beiden Katzen eines Tages nicht mehr von meiner Seiten weichen wollen, und sie mich dann als ihren großen Beschützer sehen.
Dafür schließen mich schon jetzt die Menschen innerhalb weniger Minuten ins Herz. Egal, ob ich ihnen fremd bin oder nicht. Ich spiele halt gerne den Schmusebär, lasse mich kraulen, das kommt an. Akira ist da anders, distanzierter, aber das ist in Ordnung so. Wir ergänzen uns wunderbar, jeder, auf seine faszinierende Art und Weise.
Übrigens: Wir beide haben von unseren Hundeeltern zwei neue Mäntel geschenkt bekommen, für die winterlichen Momente eines Hundelebens. Dass Heidi und Peter auch so vieles für uns tun und dafür auf vieles für sich verzichten, sagt doch alleine schon aus, von welch toller Familie ich da aufgenommen wurde.
Und abends wird sich dann zu viert auf dem Sofa eng aneinander gekuschelt und sich gegenseitig gewärmt, während man sich erzählt, was einen bewegt und beschäftigt.
Ich wünsche jedem, sich bei seiner Familie so himmlisch zu fühlen.

Alles Gute!

Euer Cane



Hits: 3277 |